Filme zwischen Kirk und Kafka seit 2004

#Japanuary 2021 Nr. 2: THE HAPPINESS OF THE KATAKURIS (Katakuri-ke no kofuku)


Es geht weiter im Japanuary 2021 mit der trashigen Komödie THE HAPPINESS OF THE KATAKURIS von Takashi Miike. Die Familie Katakuris zieht aufs Land und eröffnet ein Hotel. Erst kommen keine Gäste, dann gibt es wirklich makabren Ärger mit eden Gästen. Takashi Miike liefert einen turbulenten, anarchistischen Film, der trashige Optik und verrückte Knetanimationen kombiniert. Zwischen Selbstmord, Knetengelmonstern, Liebesliedern und einem Vulkanausbruch aber hat der Film ein Herz aus Gold. In dieser CrossCast-Episode folgen Michael von Kompendium des Unbehagens und Thomas gut gelaunt der verworrenen Musical-Handlung Schritt für Schritt und sprechen zwischendurch über Takashi Miikes Lebensweg und seine Filme.



Über unseren Gast

Der Japan-Film-Experte Michael Meier lebt zurzeit in Osaka und schaut dort japanische Filmhighlights – lange bevor wir sie auf Festivals sehen können. Seit Jahren spricht er mit seinen Mitstreitern im Podcast Kompendium des Unbehagens über japanische Filme und andere wichtige Themen. Hier alle Episoden von SchönerDenken, bei denen Michael zu Gast war – viele gemeinsame Episoden haben wir auf dem japanischen Filmfestival Nippon Connection in Frankfurt am Main aufgenommen.


Text und Podcast stehen unter der Creative Commons-Lizenz BY-NC-ND 4.0
Quelle: SchönerDenken (Direkter Download der Episode über rechte Maustaste)
Musik von Johannes Klan


The Happiness of the Katakuris (Katakuri-ke no kofuku)
Japan 2001, 113 Min., Regie: Takashi Miike


Der Trailer


Andere
Meinungen

„Es ist unglaublich, wie viel in diesem Film steckt und wie typisch die Charaktere doch für Takashi Miike sind, man wird hier aber mit so vielen Ideen bombardiert. Der Film parodiert Musicals, er hat auch etwas Horror, Drama und sehr bösen schwarzen Humor. Dabei ist bis zum Ende nicht klar warum man gerade diese Geschichte erzählt bekommt. Es ist viel mehr ein kurzer Ausschnitt aus dem Leben einer Familie, die versucht neu anzufangen.“
Sebastian Rothe für Videothekenkind

„Miike will zu viel, und so nervt und nervt und nervt er. Ob es nun am Original aus Südkorea liegen mag oder an einigen guten eigenen Gimmicks, für Momente schafft es der Film trotzdem immer wieder Interesse zu wecken. Hat man erst einmal die ersten 5 – 10 Minuten überstanden, die man als Tiefpunkt des Werkes bezeichnen kann, wird es eigentlich recht witzig. Trotz skurriler Ideen und einiger (mal netter, mal weniger netter) Unnötigkeiten verliert Miike nie das versteckte Zentrum des Films aus dem Auge: die Fröhlichkeit der Familie Katakuris.“
Schlombies Filmbesprechungen