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Marvels Männer-Movie: „Ant-Man“

© Marvel Studios / Walt Disney


Marvel backt hier kleinere Brötchen und das bezieht sich nicht nur auf die zeitweise Ameisengröße des Helden. Weniger Spektakel, weniger Heldenego, stattdessen mehr liebevolle Heldwerdung und Michael Cena als großartiger Sidekick. Die Üblichen Verdächtigen hatten jede Menge Spaß, nur Thomas versteht nicht, warum der Film sich keine weibliche Superheldin gönnt.


Text und Podcast stehen unter der Creative Commons-Lizenz BY-NC-ND 4.0
Quelle: SchönerDenken (Direkter Download der Episode über rechte Maustaste) 

Ant-Man
USA 2015, 115 Min., Regie: Peyton Reed


Andere Menschen,
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Unsere Bloggerstimmen heute zum Thema: Marvel muss das mit den Superheldinnen endlich auf die Reihe kriegen

Matt Singer (screen crush) kann wie Thomas nicht verstehen, dass die starke und gleichberechtige Heldin Wasp aus dem Comic im Film nicht zum Zuge kommt: „It’s clear from the very beginning that Hope is far more qualified to become Wasp (or, hell, even Ant-Man, er, Ant-Person) than Scott Lang. She teaches him how to use Pym Particles to shrink and grow and fight. At every turn, Hope is smarter, tougher, and stronger than Scott.“

Die Filmlöwin findet noch deutlichere Worte: „Statt Hope also eine eigene Agenda oder auch einfach nur die Regie über das eigene Leben zu geben, wird sie von einer männlichen Hand in die andere gereicht, was bereits durch den Satz „She is in good hands“, der ihren ersten Auftritt subsummiert, mit dreister sexistischer Deutlichkeit postuliert wird. Hope kann nicht für sich selbst stehen, sondern ausschließlich an der Seite eines – übrigens ausschließlich weißen und angelsächsischen – Mannes, egal ob es sich dabei um Bösewicht Darren Cross (Corey Stoll), ihren Vater oder den Ant-Man (Paul Rudd) handelt.“