
Clive Owen und Claire-Hope Ashitey (Screenshot aus CHILDREN OF MEN © 2006 Universal Pictures)
Folge 1384 – 2027: Eine Gesellschaft, die verarmt, starke Umweltzerstörung, Einwanderer als Sündenböcke, die in Käfigen gehalten, deportiert oder getötet werden von bis an die Zähne bewaffneten Einsatzkräften, ein autoritärer Polizeistaat – klingt vertraut? Jedesmal, wenn ich diesen Film von 2006 anschaue, rückt der Film näher an die Realität und kommt er mir weniger wie ein Science-Fiction und mehr wie eine Reportage vor.
Aber CHILDREN OF MEN ist nicht nur eine große und berührende Erzählung über die Zerbrechlichkeit von Zivilisation und das Bewahren von Hoffnung, er ist auf vielen Ebenen auch ein herausragender Film. Vielleicht das realistischste World Building der Filmgeschichte, ein fantastisches Drehbuch mit einer Dramaturgie, die einen nicht mehr loslässt, atemberaubende Kameraarbeit, vielschichtige Charaktere und herausragende Schauspieler von Hauptrollen bis in die exzellent geschriebenen Nebenrollen.
Wir haben CHILDREN OF MEN in einer Wiederaufführung im Capitol in Mainz gesehen – und auch die Unterbrechung durch einen Feueralarm im Kino konnte unsere Begeisterung nicht schmälern. Am Mikrofon direkt nach dem Kino: Johanna und Thomas. (Ausnahmsweise spoilern wir von Anfang an.)
Folge 1384
Unser Eindruck direkt nach dem Kino von CHILDREN OF MEN
Länge: 15:59
Text und Podcast stehen unter der Creative Commons-Lizenz BY-NC-ND 4.0
Quelle: SchönerDenken
Bild: © 2006 Universal Pictures
Musik: Johannes Klan
Children of Men
UK 2006, 106 Min., Regie: Alfonso Cuaron
nach dem gleichnamigen Roman von P. D. James
Trailer
