Zwischen Kirk und Kafka – FilmBlogPodcast seit 2006

EinFilmVieleBlogger: Die Schmerzen des Lebens und des Liebens – „Tagebuch eines Skandals“

Hier werden alle Kritiken zu „Tagebuch eines Skandals“ versammelt, die im Rahmen von Ein Film – Viele Blogger erstellt oder entdeckt worden sind. Ein Film – Viele Blogger ist eine Mitmachaktion. Du hast selbst einen Artikel zum Film geschrieben, kannst ergänzende Daten liefern, oder möchtest einfach deine Meinung sagen? Wir freuen uns über deinen Kommentar hier unter dem Beitrag, per Mail, per Twitter @schoenerdenken oder auf Facebook.com/schoenerdenken.

Cate Blanchett als wunderschöne Lehrerin, die eine Affäre mit einem 15-Jährigen beginnt, Judi Dench als ältere Kollegin, die zwischen Liebe, Eifersucht und Bosheit schwankt: Ein beeindruckendes Psychodrama und ein unwerfendes Duell zwischen zwei herausragenden Schauspielerinnen.

 


Die Neuen Beiträge

Medien-Nomaden

Die Medien-Nomaden sind Blogger und Podcaster, die sich ganz genre-ungebunden mit Games, Musik und Kino beschäftigen. Nachdem sie sich schon mit einem umfangreichen Beitrag zu „I wie Ikarus“ beteiligt hatten, sind sie mit einer munteren Podcastepisode über „Tagebuch eines Skandals“ bei der Aktion EinFilmVieleBlogger dabei. Hier loben Tobi, Patti und David großes Schauspielerkino mit sehr starken Frauen. Im Blogbeitrag erklären sie:

 

„Ein Kammerspiel mit zwei intensiven Hauptdarstellerinnen, das – trotz zweier Oscarnominierungen für Judi Dench und Cate Blanchett – etwas untergangenen ist. Schade, denn der Film, der das Innenleben seiner Figuren in einer äußerst elaborierten Bildsprache auslotet, hat mehr Aufmerksamkeit verdient.“

 

 

>> Hier geht es zum Podcast der Medien-Nomaden.

 


Duoscope

Wir freuen uns besonders, dass Duoscope an unserer Aktion teilnimmt: Bianca und Marco sind die Masterminds hinter diesem lesenswerten Blog – sie gehen den Filmen und den Geschichten hinter den Filmen auf den Grund. Nach einem kleinen kinogeschichtlichen Überblick über das Thema Freundschaften im Allgemeinen und dysfunktionale Freundschaften im Besonderen, nehmen sie „Tagebuch eines Skandals“ unter die Lupe und sparen nicht an Kritik, an dem was nach ihrer Auffassung nicht gelungen ist:

 

„Als Ganzes wirkt der Film ein wenig zu offen, nicht kompakt genug, um wirklich zu befriedigen – das ist die Kehrseite seines Vexierspiels mit den Genres. Hier wäre eine stärkere Einengung auf eine Genretypisierung hilfreich gewesen. (…) Auch hier gilt, wie den ganzen Film über: mehr Konsequenz, mehr Geradlinigkeit, mehr Biss hätte aus einem interessanten, sehenswerten kleinen Film ein echtes Meisterwerk machen können, um das kein Weg herumgeführt hätte.“

 

>> Hier die vollständige Filmkritik auf Duoscope


Büro für Filmangelegenheiten
Petra Wille, Leiterin des Büros für Filmangelegenheiten (was für ein toller Name für ein Filmblog!), spürt den beiden Frauenfiguren in „Tagebuch eines Skandals“ nach und erkennt, dass gerade das Tagebuch eine ganz besondere Rolle spielt, um die Figur der Barbara zu beschreiben:

 

„Ihre absonderliche Lebensrealität und ihre berechnenden sowie niederträchtigen Gedanken erfährt das Publikum aus dem Titel gebenden Tagebuch, in das Barbara akribisch ihre Erlebnisse und Vorhaben notiert. Für gelungene Tage, an denen sie Sheba nahe kommt, klebt sie sich selbst goldene Sternchen hinein.“

Nicht alle Aspekte des Films können die Büroleiterin überzeugen – gerade die Figur Sheba bleibt zu rätselhaft:

„Warum hat eine Frau wie Sheba (die von einem selbstbewussten 15-jährigen begehrt wird), keine anderen Freundschaften? (…) Da wäre ein bisschen mehr Charaktertiefe schon schön gewesen.“

 

>> Hier die vollständige Filmkritik auf den Seiten des Büros für Filmangelegenheiten


SchönerDenken

Für diesen Podcast haben sich Hendrik und Thomas drei Gäste eingeladen: Katharina, Christopher und Harald. Fünf verschiedene Sichtweisen – vor allem auf die beiden Hauptfiguren. Mitgefühl mit Barbaras Leid und Einsamkeit, auf der anderen Seite Identifikation mit der lebensbejahenden Sheba. Und ehe wir es uns versehen, reden wir über die Menschen im Film wie über reale Menschen – ein Kompliment für den Film. Und Katharina erklärt en passant, was das alles mit „Tod in Venedig“ zu tun hat. (Der japanische Film über den Hendrik spricht, ist übrigens „Yurikos Aroma“.)

 


Aus der Blogosphäre


critic.de

Für Hannes Brühwiler geht es nicht um die Affäre zwischen Sheba und ihrem Schüler Steve (Andrew Simpson), sondern um Barbaras lesbisches Verlangen nach einer Freundin und ihre Kaltblütigkeit und lobt: „Anders als die Boulevard-Medien, die im Film die Wohnung von Sheba belagern und nach jedem Detail der Affäre verlangen, verweigern sich Regisseur Richard Eyre und Drehbuchautor Patrick Marber der simplen Skandalisierung und bemühen sich stattdessen um ein vielschichtiges Porträt der beiden Protagonistinnen.“



Tagebuch eines Skandals

Originaltitel: Notes on a Scandal
Regie: Richard Eyre
Drehbuch: Patrick Marber
Romanvorlage: „Notes on a Scandal“ von Zoë Heller, 2003
Darsteller (Rolle): Judi Dench (Barbara Covett), Cate Blanchett (Sheba Hart), Tom Georgeson (Ted Mawson), Michael Maloney (Sandy Pabblem), Joanna Scanlan (Sue Hodge), Shaun Parkes (Bill Rumer), Emma Kennedy (Linda), Syreeta Kumar (Gita), Andrew Simpson (Steven Connolly), Philip Davis (Brian Bangs), Wendy Nottingham (Elaine Clifford), Tameka Empson (Antonia Robinson), Leon Skinner (Davis), Bill Nighy (Richard Hart), Juno Temple (Polly Hart)
Kamera: Chris Menges
Schnitt: John Bloom, Antonia Van Drimmelen
Musik: Philip Glass
Szenenbild: Caroline Smith
Kostüme und Produktionsdesign: Tim Hatley
Casting: Shaheen Baig, Maggie Lunn
Laufzeit: 91 Minuten
Erstaufführung: 25. Dezember 2006 (USA)
Produktionsland: Grossbritannien
Produktionsfirmen: Fox Searchlight Pictures, DNA Films, UK Film Council
Produktion: Robert Fox, Andrew Macdonald, Redmond Morris, Scott Rudin
Infos: OFDb, IMDb, Wikipedia


So funktioniert EinFilmVieleBlogger

Wir haben für Euch drei Filme ausgewählt – jeder Filmblogger und Filmpodcaster ist herzlich eingeladen, zu einem (oder zweien oder allen) Filmen etwas zu schreiben oder zu podcasten. Wichtig: Die Beiträge zu einem bestimmten Film sollten am gleichen Tag fertig sein, damit die Leser und Hörer auf einen Schlag ganz unterschiedliche Perspektiven auf den Film genießen können. Nachzügler werden auch noch aufgenommen. Und ja, es werden auch Beiträge berücksichtigt, die früher schon geschrieben worden sind, warum nicht. Einfach den Link zum Beitrag als Kommentar schicken, per Mail, per Facebook oder per Twitter an @schoenerdenken.


Ein Film kommt noch

Die Steuerfahnderin, Japan 1987
Stichtag: 5. Juli 2015
Japanische Filme hatten es schwer bei uns, zumindest bevor wir Nippon Connection für uns entdeckten. Tom hat uns „Die Steuerfahnderin“ empfohlen. Die in Japan sehr beliebte Schauspielerin Nobuko Miyamoto verkörpert eine Steuerfahnderin, die einen steuersäumigen Millionär jagt. Ihre Ermittlungen laufen nicht so wie geplant …

>> Hier geht es zur Übersichtsseite unserer Aktion


© 2014 Intergalaktische Filmreisen / Intergalactic Ape-Man (Merkur Schröder) / Forsaken Fotos CC BY 2.0

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