Zwischen Kirk und Kafka – FilmBlogPodcast seit 2006

Größere Saurier, mehr Saurier, mehr Zähne: „Jurassic World“


First things first: Erst einmal die Product Placement-Liste: Alpha (helmets), American Airlines, Beats by Dre, Ben & Jerry’s, Brookstone, Casio, Chevrolet, Coca-Cola, Converse, Crimson Trace, Dasani, Dave and Buster’s, eBay, Ecogear, Google, Hilton, IWC, Jamba Juice, Jeep, Jimmy Fallon/The Tonight Show, Kawasaki, Margaritaville, MERCEDES-BENZ, Nike, Nikon, Nissan, Oakley, Pandora (jewelry), Pepsi, Samsung, Starbucks. Sunrio, Tostitos, Triumph und Verizon.

Und der Film? Kein Jeff Goldblum, kaum Musik von John Williams … Thomas ist zwar gut unterhalten worden aber nicht überzeugt. Tom und Gabriele sehen das schon deutlicher positiver und Dominik ist schwer beeindruckt von der allgegenwärtigen Trickmaschinerie. Im Podcast direkt nach dem Kino gehen die Meinungen dann doch auseinander.

Text und Podcast stehen unter der Creative Commons-Lizenz BY-NC-ND 4.0
Quelle: SchönerDenken (Direkter Download der Episode über rechte Maustaste) 

Jurassic World
USA 2015, 124 Min., Regie: Colin Trevorrow

Andere Menschen,
andere Meinungen

Lucas Barwenczik hat in kino-zeit.de herausgearbeitet, wohin sich die Monsterfilme und das Blockbusterkino entwickelt: „In den 40 Jahren seit seiner Entstehung hat sich der Blockbuster vom beherrschbaren, fast schon harmlosen Hai zum Indomius Rex verwandelt, der aus reiner Freude tötet. Nie hat er die Masse so sehr verachtet wie heute. Niemand sieht sich gerne als Teil von ihr, ist gerne Mitglied der stumpfen Herde, auf welche das moderne, aufgeklärte Individuum gerne hinabblickt. Masse, das sind die anderen. Niemand will durchschnittlich sein, wir sehnen uns nach dem Besonderen und Einzigartigen. Dabei übersehen wir gerne, dass auf der Leinwand gerade wir sterben.“ Unbedingt lesenswert.

Und gleich danach den Hintergrundbeitrag von Duoscope.de lesen. Hier wird ausführlich die abenteuerliche Geschichte des ersten Jurassic Park-Films erzählt: „Dann kommt der Anruf. Steven Spielberg wird von einigen Technikern der umtriebigen Effektschmiede ILM (einst von George Lucas extra für die damals unrealisierbaren Effekte in STAR WARS gegründet) in ihre Büros eingeladen – er solle sich da mal was anschauen. Spielberg und Tippet folgen der Einladung und besuchen den dritten großen Effektmagier der frühen Neunziger, Dennis Muren. Dieser hat, ohne irgendeinen Auftrag, mit zwei Kollegen bei ILM etwas ausgetüftelt. Sie wollen das Go Motion Verfahren komplett auf den Computer auslagern!“

Wie erwartet fällt das Urteil von Florian Lieb (Symparanekronemoi) nicht wohlwollend aus: „Das Scheitern von Trevorrows Film liegt darin begründet, dass er selbst zu glauben scheint, dass ein Film wie Jurassic Park heute nicht mehr genauso funktionieren könne wie 1993. (…) Das Problem von Jurassic World ist jenes, das der Film schlicht dasselbe Konzept hochwürgt wie das Original vor zwei Jahrzehnten. Nur dass es mehr Dinosaurier gibt und mehr Leute, die vor ihnen davonrennen.“

Und via filmtipp.de: