Zwischen Kirk und Kafka – FilmBlogPodcast seit 2006

WONDERFUL PARADISE – Noten paradeisu (Nippon Connection 2021)

Nippon Connection 2021Wonderful Paradise (Screenhsot)


Der letzte Tag im großen Haus, die (natürlich dysfunktionale) Familie ist bankrott, die Umzugswagen stehen vor der Tür. Da kommt die Tochter auf die Idee, via Twitter eine Abschiedsparty zu organisieren. Hunderte folgen dem Aufruf, darunter viele Fremde, zum Beispiel ein Inder und ein Japaner, die gerade geheiratet haben und jetzt die spontane Party zu ihrem Hochzeitsfest umfunktionieren.

WONDERFUL PARADISE war angekündigt als der verrückteste Film des Festivals und ja, das war nicht zuviel versprochen. Andras und Thomas gehen in der Podcastepisode die Liste der liebsten Absurditäten durch – darunter die Monsterkaffeebohne, die Blutfontäne bei der Hochzeit, in Badewannen abtauchende und wieder auftauchende Kinder, die Geburtsszene, das sprechende Holz, die sprechende Katze, die Beleidigungen des chinesischen Sohns, der Radfahrer, der Mönch, die Yakuza, der amerikanisch-hellenistische Gott, das Bollywoodartige Tanzspektakel … vielleicht macht das alles keinen Sinn, aber es macht verdammt viel Spaß.


Text und Podcast stehen unter der Creative Commons-Lizenz BY-NC-ND 4.0
Quelle: SchönerDenken (Direkter Download der Episode über rechte Maustaste)

Wonderful Paradise
Japan 2020, 97 Min., Regie: Masashi Yamamoto

Trailer


Und das sagt Nippon Connection über Wonderful Paradise:

Die Familie Sasaya ist bankrott und muss ihre Luxusresidenz verkaufen. Aus reiner Verzweiflung lädt Tochter Akane über Twitter zur großen Party ein – und die Gäste lassen sich nicht lange bitten. Bald schon bricht eine exzentrische Meute über das Anwesen herein und die Riesenfete entgleist zunehmend. Masashi YAMAMOTO gelingt mit der schwarzen Komödie der skurrilste und fantasievollste Beitrag des diesjährigen Festivals. Man feiert Hochzeiten und Beerdigungen, Statuen werden lebendig, Kaffeebohnen mutieren zu Monstern und Katzen gibt es auch. Ein ganz besonderes Vergnügen der anarchischen Art!

Über den Regisseur

Masashi YAMAMOTO, 1956 in der Präfektur Oita geboren, widmete sich nach einem abgebrochenen Studium dem Filmemachen. Sein Spielfilmdebüt CARNIVAL IN THE NIGHT lief 1983 im Berlinale Forum. Auch sein zweiter Spielfilm, ROBINSON’S GARDEN, war international erfolgreich und brachte ihm außerdem 1987 den Preis der Directors Guild of Japan für den besten Nachwuchsregisseur ein. Im Rahmen des von ihm 2012 begründeten „Cinema Impact“-Workshops ist YAMAMOTO auch als Produzent tätig.