Zwischen Kirk und Kafka – FilmBlogPodcast seit 2006

Der gute Mensch von der Glienicker Brücke: „Bridge of Spies“

Bridge of Spies © 2015 20th Century Fox


Im Podcast geht es um grobes Korn und Kindheitserinnerungen Und es zeigt sich, wie gut Spielberg ankommt, wenn er ein starkes Skript hat mit der richtigen Mischung aus Spannung, Humor und Charakterzeichnung, dazu darf Thomas Newman einen typischen, atmosphärischen Score liefern. Ein Sonderlob geht an Mark Rylance, der den deutschen Spion Abel spielt. Heute am Mikrofon: Bettina, Uwe, Tom und Thomas.

Text und Podcast stehen unter der Creative Commons-Lizenz BY-NC-ND 4.0
Quelle: SchönerDenken (Direkter Download der Episode über rechte Maustaste) 

Bridge of Spies – Der Unterhändler (Bridge of Spies)
USA 2015, 142 Min., Regie: Steven Spielberg

Andere Menschen,
andere Meinungen

Sehr genau hingeschaut hat Stefan Munaretto (filme sehen) – und liefert eine lesenswerte Beschreibung der Erzählkunst: „In zahlreichen Variationen setzt Bridge of Spies außerdem Züge ins Bild, nach der Subway des Anfangs vor allem die die Berliner Mauer querende S-Bahn und in einer parallel dazu konstruierten Szene einen New Yorker Vorortzug. Beide Szenen tragen besonders unverkennbar die Signatur des Regisseurs, denn sie greifen ein Motiv auf, das man aus vielen seiner Filme kennt: den dramatischen Blick auf das staunende oder entsetzte Gesicht einer Figur.“

Ein sehr zufriedener Frank Schmidke (cinetastic) erinnert an den Kameramann: „Bestechend brillant ist und bleibt aber die hinreißende Kameraarbeit von Janusz Kaminski, der seit „Schindlers Liste“ (1993) mit Spielberg dreht und in „Bridge of Spies“ sowohl einen äußerst stimmigen, bisweilen grobkörnigen Look als auch überraschende Kameraperspektiven findet, um die Protagonisten in Szene zu setzen.“

taranKino vermisst Spannung: „Besonders angesichts des Themas ist es schade, dass Bridge of Spies im Laufe seiner zweieinhalb Stunden Laufzeit nach und nach an emotionaler Zugkraft verliert.“