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MY SWEET GRAPPA REMEDIES (Nippon Connection 2020)

NipponConnection online 2020Yasuko MATSUYUKI in MY SWEET GRAPPA REMEDIES Nippon Connection 2020 Online


Michael von Kompendium des Unbehagens hatte uns nach Nippon Connection 2020 Online abends zu einem Videochat eingeladen, um über MY SWEET GRAPPA REMEDIES von Akiko Oku zu sprechen. Mit dabei sind Daniel vom Altstadtkino, Alex von den Abspannguckern und Thomas für SchönerDenken.

Im Mittelpunkt des Films steht Yoshiko, eine Frau Mitte 40, unverheiratet, berufstätig und damit eine Ausnahme in Japan und ungewöhnlich als Protagonistin in einem japanischen Film. Sie führt ein ruhiges Leben, die Tiefs sind nicht allzu tief, die Hochs nicht allzu hoch. Kleine Alltagsprobleme, eine interessante Freundin, ein deutlicher jüngerer Liebhaber und immer wieder ein abendlicher Grappa für Yoshiko. Um es vorweg zu sagen: Thomas fand keinen Weg in den Film, aber die anderen Herren haben mehr gesehen in MY SWEET GRAPPA REMEDIES. Genießt ein harmonisches Gespräch mit ganz unterschiedlichen Auffassungen. Vielen Dank an Michael für die Einladung!

In den vergangenen Jahren hat SchönerDenken bei Nippon Connection von Akiko Oku bereits TREMBLE ALL YOU WANT und MARRIAGE HUNTING BEAUTY gesehen.


Quelle: Kompendium des Unbehagens (Direkter Download der Episode über rechte Maustaste) 

My sweet grappa remedies (Amai osake de ugai)
Japan 2019, 107 Min., Regie: Akiko Oku


Und das sagt Nippon Connection über MY SWEET GRAPPA REMEDIES:

Yoshiko, eine kinderlose Büroangestellte um die 40, steuert zwischen kleinen Drinks und praktisch ohne Freundschaften unbeirrt durchs Leben. Täglich notiert sie in ihrem Tagebuch, was sie bewegt und was sie beobachtet. Diese Einträge, vorgetragen von ihrer Stimme, begleiten den Film – und ganz unmerklich entspinnt sich zwischen poetischen Alltagsszenen die fein gewobene Geschichte einer neuen Liebe. Durch Akiko OKUs brillante Inszenierung und Yasuko MATSUYUKIs feinsinniges Spiel wird das Einfache bemerkenswert und wenige Momente ergründen bald ein ganzes Leben. Akiko OKU zeichnet in ihren Filmen seit Jahren präzise Porträts von Frauen in der japanischen Gesellschaft und war mit ihren Filmen schon mehrfach bei Nippon Connection vertreten.

Über die Regisseurin

Akiko OKU, 1968 in Yokohama geboren, studierte an der Meiji University sowie an der Film School of Tokyo und arbeitete zunächst für das Fernsehen. 1999 drehte sie ihren Debütfilm IGAITO SHINANAI. Danach entstanden sechs weitere Langfilme, darunter TOKYO SERENDIPITY (2007), MONSTER (2013) und FANTASTIC GIRLS (2015). TREMBLE ALL YOU WANT erhielt 2017 auf dem Tokyo International Film Festival den Publikumspreis. Die Komödie lief auf vielen internationalen Filmfestivals, so auch beim Nippon Connection Filmfestival 2018 in Anwesenheit der Regisseurin. Ihr Film MARRIAGE HUNTING BEAUTY (2018) eröffnete 2019 das Nippon Connection Filmfestival.