Zwischen Kirk und Kafka – FilmBlogPodcast seit 2006

RED SPARROW: Lutsch mich rund und nenn mich Stalin

Jennifer Lawrence in Red Sparrow © 2018 Twentieth Century Fox


Unnötig explizite Gewalt, unerotische Nacktheit, ein Geschmack von Exploitation und Voyeurismus und ein ausgelutschtes Genre, dessen Zeit endgültig vorbei ist. Ob SALT, ATOMIC BLONDE oder RED SPARROW – Doppelagenten, Maulwürfe, Kalter Krieg, alles nur noch Klischees und Stereotypen. Russischer Akzent, Charlotte Rampling als stalinistische Eislaufmutti – alles schon tausendmal gesehen. Auch kein neuer Ansatz in der weiblichen Heldin: Sie bricht aus der Opferrolle aus und wird zur Täterin. Wie erwartet. Dagegen ist JASON BOURNE Shakespeare, sagt Thomas im Podcast. Am Mikrofon direkt nach dem Kino: Hendrik, Uwe, Harald, Tom und Thomas.


Text und Podcast stehen unter der Creative Commons-Lizenz BY-NC-ND 4.0
Quelle: SchönerDenken (Direkter Download der Episode über rechte Maustaste) 

Red Sparrow
USA 2018, 141 Min., Regie: Francis Lawrence


Andere Menschen,
andere Meinungen

„Dass Red Sparrow diese Emotionen und die Empathie jedoch dennoch dem unwilligen Zuschauer aus den kalten Fingern reißt liegt nicht an der gut geschriebenen Geschichte, die nicht da ist, sondern an einer (bzw. diversen) Folterszenen, die einem das Blut in den Adern gefrieren lassen. In diesem Aspekt hält sich Regisseur Francis Lawrence nicht zurück und lässt sich sichtlich von Nicolas Winding Refn (Drive, The Neon Demon) inspirieren, indem er seine ruhige und nüchterne Inszenierung mit enormen Gewaltspitzen bestückt. Es ist eine billige Methode den Zuschauer dazu zu zwingen sich um die Charaktere zu sorgen, das Resultat spricht jedoch durchaus für sich.“
Kadir Güngör für moviebreak