Podcast zwischen Kirk und Kafka

DUNKIRK: Der Regisseur, der aus der Kälte kam

© 2017 Warner Bros.


Menschen leiden, Menschen sterben und als Zuschauer empfinden wir … nichts. Liegt es an der Gleichförmigkeit der Inszenierung, an der dröhnend-monotonen Filmmusik, an den schablonenhaften Charakteren, den formelhaften Handlungsmodulen? Die von vielen Kritikern gelobte Überwältigung, die Immersion, findet bei uns nicht statt.

Christopher Nolan geht mit DUNKIRK auf Distanz zu den Gefühlen der Zuschauer und er hält einen Sicherheitsabstand vom blutigen Chaos des Krieges, dem Wahnsinn, der Ohnmacht, den Schreien, den Schmerzen und den heraushängenden Gedärmen. Nolans Krieg ist schön, klar, durchdacht, intellektuell, eiskalt und vollständig bedeutungslos. Am Mikrofon direkt nach dem Film: Heidi, Katharina, Martin, Alex, Uwe und Thomas.

Für Katharina: Ein Augenzeuge über DUNKIRK


Text und Podcast stehen unter der Creative Commons-Lizenz BY-NC-ND 4.0
Quelle: SchönerDenken (Direkter Download der Episode über rechte Maustaste) 

Dunkirk
USA 2017, 107 Min., Regie/Drehbuch: Christopher Nolan


Hörtipps

Andere Menschen,
andere Meinungen

„Der Film geht derart unter die Haut, dass man wieder einmal nur den Kopf über die “PG-13” (= Ab 12 Jahren) Bewertung des Filmes schütteln kann. Denn Dunkirks Brutalität geht unter die Haut auch wenn kein Tropfen Blut fließen darf.“
Wolfgang für flipthetruck

„Die anfängliche so meisterhaft gemachte Zurückgenommenheit auf der Bild- sowie auf der Tonebene entwickelt sich zu einem oberflächlichen Emotionsdiktat, um letztendlich in unverhohlenen Kitsch umzuschlagen. Wenn schließlich Flugzeuge lautlos in den Sonnenuntergang gleiten, Tränen in den Augen der Befehlshabenen glitzern, wenn sie den patriotischen Einsatz ihrer Landsleute bewundern oder bei der Fahrt in die Heimat aufgebauschte Zeilen der Hoffnung verlesen werden, lässt sich ein enttäuschtes Zucken des Körpers hinsichtlich dieser viel zu dick aufgetragenen Bilder und Gesten nur schwerlich verhindern.“
Die Filmguckerin


Nerdkultur sieht den Film positiv:

Der „Shephard Tone“, den Nolan und Zimmer in DUNKIRK einsetzen:


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