Zwischen Kirk und Kafka – FilmBlogPodcast seit 2006

AND YOUR BIRD CAN SING – Kimi no tori wa utaeru (Nippon Connection 2019)

SchönerDenken auf NipponConnection 2018And Your Bird Can Sing von Sho MIYAKE


Ein Film, der uns bleiben wird: diese starke, selbstbestimmte junge Frau, die Lichter in den Nachtclubs, diese unschuldige Phase eines menage a trois, bevor Eifersucht und Angst vor Einsamkeit eindringen, die unaufgeregte, natürliche Darstellung von Menschen, die noch nicht wissen, wohin das Leben sie führen wird. Sho MIYAKI präsentiert einen der besten Filme des Festivals, darüber sind wir uns alle in dieser Podcastepisode einig. Miyaki hat die Romanhandlung vom Pre-Boom-Tokyo in das Hakodate der Gegenwart verlegt – der Film könnte aber genauso gut in Buenos Aires, in Lagos oder in Berlin spielen.

DANKE an die tollen Gast-Podcaster, die in dieser Episode ihre ersten Eindrücke schildern. Direkt nach dem Film sind am Mikrofon: ABSPANNGUCKER René, Schlopsi von INFERNAL CINEMATIC AFFAIRS, Thomas und Hendrik von SCHÖNERDENKEN und Kinomensch Lucas von LONGTAKE (der erklärt, was der Film mit Haruki Murakamis „Der Tag an dem ich das hundertprozentige Mädchen traf“ zu tun hat).


Text und Podcast stehen unter der Creative Commons-Lizenz BY-NC-ND 4.0
Quelle: SchönerDenken (Direkter Download der Episode über rechte Maustaste) 

And your bird can sing (Kimi no tori wa utaeru)
Japan 2018, 106 Min., Regie/Drehbuch: Sho MIYAKE


Und das sagt Nippon Connection über AND YOUR BIRD CAN SING:

Ein junger Mann hält sich mit seiner Arbeit in einem kleinen Buchladen in Hakodate über Wasser. Als er sich in seine Kollegin Sachiko verliebt, beginnt er, mit ihr und seinem Mitbewohner Shizuo durch Clubs zu driften – wohl wissend, dass die Ménage-à-trois, die sich zwischen ihnen entwickelt, den Sommer nicht überdauern wird. Sho MIYAKEs visuell überwältigende Adaption eines Romans von Yasushi SATO, die bereits auf der Berlinale gefeiert wurde, ist das melancholische Porträt einer Generation von jungen Erwachsenen, die stets im Hier und Jetzt leben – mit der atmosphärischsten Clubszene, die je auf Film gebannt wurde.

Über den Regisseur

Sho MIYAKE, 1984 in Sapporo geboren, besuchte die Tokyo Film School. Mit seinem Kurzfilm TONGUE OF SPY gewann er 2009 beim CO2 Festival in Osaka den Hauptpreis. Sein zweiter Langspielfilm PLAYBACK wurde 2012 zum Locarno Filmfestival eingeladen und nahm am internationalen Wettbewerb teil. Mit seinem Dokumentarfilm THE COCKPIT (NC ’15) gewann er den NIPPON VISIONS JURY AWARD.