
Emily Blunt in DISCLOSURE DAY (Screenshot) © 2026 Universal Pictures
Folge 1412 – Ich habe ja eine Schwäche für diesen naiven Optimismus, der sich so oft in Spielbergs Filmen findet. Gute, empathische Menschen und gute, empathische Ausserirdische (die zwischendurch in der Gestalt von Tieren erscheinen – Achtung Kitschalarm). Und ich habe eine Schwäche für Spielbergs Inszenierung, wenn zum Beispiel die Veränderung der Augenfarbe und der Mimik reicht, um massiv an der Spannungsschraube zu drehen. Spielberg hat offenbar einen großen Spaß daran, Alien-Motive der 1950er und darüber hinaus zu zitieren.
Worum geht es? Im geheimen operierende Konzerne (angeführt von Colin Firth) jagen die Menschen, die mit den Aliens kommunizieren können und versuchen zu verhindern, dass „die Wahrheit“ enthüllt wird. Über weite Strecken ist DISCLOSURE DAY ein Thriller mit rasanten Verfolgungsjagden und punktet gerade im ersten Drittel mit Situationskomik – und natürlich mit der fantastischen Emily Blunt.
Aber der Film hat auch einige Schwächen: Mindestens einen Nebenhandlungsstrang hätte man weglassen können und sollen. Eine Portion Düsternis a la X-Files fehlt und am Ende spielt das gute alte Fernsehen eine sehr unrealistische Rolle. Trotzdem sehr unterhaltsam und wenn man den inneren 12-Jährigen channeln kann wie ich, sehr empfehlenswert. Direkt nach dem Kino gibt es im Podcast durchaus auch kritische Töne. Am Mikrofon: Heidi, Hendrik, Harald und Thomas.
Folge 1412
Unser erster Eindruck von DISCLOSURE DAY direkt nach dem Kino
Länge: 11:20
Spielberg
Text und Podcast stehen unter der Creative Commons-Lizenz BY-NC-ND 4.0
Quelle: SchönerDenken
Bild: © 2026 Universal Pictures
Musik: Johannes Klan
Disclosure Day
USA 2026, 145 Min., Regie: Steven Spielberg
Trailer
