FilmPodcast zwischen Kirk und Kafka

HAPPINESS: (Kein) Glück auf Knopfdruck

SchönerDenken berichtet von Nippon Connection 2017Happiness von SABU Nippon Connection 2017



Es fliegen – gelinde gesagt – die Fetzen in dieser Podcastepisode

Neun Menschen, neun unterschiedliche Meinungen zum aufreibenden HAPPINESS von Sabu. Es streiten sich direkt nach dem Film: Aurelia, Lucas und Brian von Tanuki Republic, Michael von Schneeland, Michael von Kompendium des Unbehagens, Schlopsi von Infernal Cinematic Affairs, Hendrik, Harald und Thomas.

Selten waren wir uns so uneinig wie bei diesem Film von Sabu, einem der bekanntesten japanischen Regisseure der Gegenwart. Mit einem Gerät, das aussieht wie eine Kollision aus Motorradhelm und Schreibmaschine, vermag der wie aus dem Nichts in der Stadt erschienene wortkarge Kanzaki den Menschen die Erinnerung an ihre glücklichsten Momente wiederzugeben. Das scheint zunächst ein Segen für alle Beteiligten – bis sich erweist, dass Kanzaki damit einen ganz eigenen Plan verfolgt, um ein blutiges persönliches Trauma zu verarbeiten.

Im Podcast direkt nah dem Film diskutieren wir darüber, ob für uns die Geschichte, die Sabu erzählt, funktioniert hat, und ob einem nicht manche Knöpfe, die ein Regisseur in unseren Köpfen drückt, auch sehr auf den Magen schlagen können.

Nach der Aufnahme:
Nach dem Podcast zu HAPPINESS Nippon Connection 2017


Text und Podcast stehen unter der Creative Commons-Lizenz BY-NC-ND 4.0
Quelle: SchönerDenken (Direkter Download der Episode über rechte Maustaste) 

Happiness
Japan/D 2016, 91 Min., Regie/Drehbuch: SABU


Und das schreibt Nippon Connection über HAPPINESS:

„Ein mysteriöser Mann namens Kanzaki taucht eines Tages in einer japanischen Kleinstadt auf. Bei sich trägt er eine nicht weniger mysteriöse Erfindung: einen Helm, der es der*dem jeweiligen Träger*in ermöglicht, sich in den glücklichsten Moment seines Lebens zurückzuversetzen. Nachdem zahlreiche Bewohner*innen den Helm ausprobiert haben, lässt sich auch der Bürgermeister begeistern und bittet Kanzaki, in der Stadt zu bleiben. Doch der vermeintliche Glücksbote verfolgt einen Plan, hinter dem sich grausame Erfahrungen verbergen. Kultregisseur SABU präsentiert ein Drama von existenzialistischer Kraft, das nach harmonischem Beginn wie ein Schlag in die Magengrube geht.

Über den Regisseur
Hiroyuki TANAKA, besser bekannt als SABU, wurde 1964 in der Präfektur Wakayama geboren. Bereits sein Regiedebüt D.A.N.G.A.N. RUNNER (1996) wurde auf mehreren internationalen Filmfestivals gezeigt. Es folgten zahlreiche Auszeichnungen und regelmäßige Einladungen zur Berlinale, wo er 2000 für MONDAY den FIPRESCI-Preis erhielt. Neben seiner Arbeit als Regisseur ist SABU auch als Schauspieler aktiv.

Filmografie (Auswahl)
2002 Drive (NC ’03); 2005 Dead Run (Shisso / NC ’06); 2011 Bunny Drop (Usagi doroppu); 2015 Chasuke’s Journey (Ten no Chasuke / NC ’15); 2017 Mr. Long“


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