Zwischen Kirk und Kafka – FilmBlogPodcast seit 2006

UNDERWATER: Ohne Tiefe

Kristen Stewart in UNDERWATER © 20th Century Fox


Ein Film, den man am besten im Panik-Modus genießt. Noch in Minute 2 werden die Protagonisten auf einer Bohrinsel am Meeresboden im Mariannengraben in Lebensgefahr gebracht und das geht jetzt fast ohne Atempause für die restlichen anderthalb Stunden so weiter. Es ist ein so simples Strickmuster: „Bring sie in Gefahr, Bring sie noch mehr in Gefahr. Bring sie alle um.“ Es ist als habe Regisseur Eubank ABYSS und ALIEN als Vorbild genommen und alles weggelassen, was nicht unbedingt für die Horror-Story gebraucht wird. Das ist nicht viel, was übrig bleibt. Und Tom war es zu wenig.

Wer den richtigen Eintauchwinkel hat und sich mit Kristen Stewart und Vincent Cassel identifiziert, der hat einen sehr schlichten aber effektiven Adrenalinritt in 7 Meilen Tiefe. Überhaupt: Kristen Stewart. Hammer. Sigourney-Weaver-Liga, wenn man ihr ein gescheites Drehbuch geben würde. Objektiv kann man sagen: Das Setdesign ist fein, die Requisiten super, die Musik mau und das Creaturedesign schrottig. Am Meeresboden ist es für den einen qualitätstechnisch zappeduster, für den anderen ist es die atmosphärische Schwärze des Schreckens. Am Mikrofon direkt nach dem Film ist Tom frustriert, Thomas und Dominik begeistert, Gabriele hat sich weggegruselt, Uwe ist an der schlimmsten Stelle eingeschlafen, Harald und Hendrik regeln ihre Sauerstoffzufuhr und bleiben gelassen.


Text und Podcast stehen unter der Creative Commons-Lizenz BY-NC-ND 4.0
Quelle: SchönerDenken (Direkter Download der Episode über rechte Maustaste) 

Underwater – Es ist erwacht (Underwater)
USA 2020, 95 Min., Regie: William Eubank


Andere
Meinungen

„Die größte Stärke des Films ist jedoch eine andere: Kristen Stewart. Eben erst meldete sie sich mit dem neusten Charlie’s Angels-Abenteuer im Blockbuster-Kino zurück, da beweist sie sich in Underwater als Actionheldin. Problemlos kann sie einen solchen Film auf ihren Schultern stemmen. Kristen Stewart ist da, mit ihrem ganzen Körper, ihrer ganzen Kraft – in jeder Szene spürbar, selbst wenn die Meeresungeheuer auf den ersten Blick als die größere Sensation erscheinen.“
Matthias Hopf für Das Film Feuilleton