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Die Üblichen Verdächtigen

Eine Flasche Tränen für Max

Die Üblichen Verdächtigen kommen aus “Mary und Max” und zum ersten Mal singen sie vor Begeisterung:

 
 Stop-Motion-Highlight [3:36m]: Play Now | Download

© Copyright MFA+ FilmDistribution e.K.

Der beste Animationsfilme seit sehr langer Zeit, unkonventionell und berührend. Regisseur und Autor Adam Elliot hat etwas zu sagen und das tut er mit Einfallsreichtum und sehr viel Gespür für Bilder und Musik. Und wie so oft, wenn Filme richtig gut geraten sind: “Mary und Max” steckt tief drinnen im wirklichen Leben und zeigt uns charmant und schwarzhumorig den Ernst desselben. Ganz dringende Empfehlung.

© Copyright MFA+ FilmDistribution e.K.

Links

“Der Film des Jahres”, twittert der Abspannsitzenbleiber.
Berührend, erheiternd, ehrlich
, findet Candide den Film.
Kein Kinderfilm, sagt Orlindo Frick. Das Fazit von Ulf Lepelmeier lautet:

“Herzlich, traurig, witzig – Adam Elliot spielt in seiner Stop-Motion-Tragikomödie „Mary & Max” meisterhaft auf der Klaviatur der Empfindungen und entführt in eine Welt der augenzwinkernden Einfälle, schwarzhumorigen Kommentare und kauzig- liebenswerten Figuren. Ein liebevolles Kinokleinod über emotionale Isolation und wahre Freundschaft.”

Und hier zum Genießen:

und noch ein Ausschnitt:

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“Toy Story 3″: Ausgespielt!

Die Üblichen Verdächtigen kommen aus “Toy Story 3 (3D)” und fühlen sich mehrheitlich “zu alt für den Scheiß”. Bis auf Leonie, aber sie ist ja auch viel jünger :-) Im Podcast reden Sie über Filmzitate, Hochofenszenen, sentimentale Menschen, Ken und Barbie, starke Synchronstimmen und zuviel musikalisches Zuckerwerk:

 
 Am Ende der Spielstraße [4:33m]: Play Now | Download

Immer noch großes (Animations-)Kino, zweifellos. Spannend, lustig, technisch auf denkbar höchstem Niveau – aber zum ersten Mal: konventionell. Toy Story ist am Ende der Spielstraße angekommen. Mit Cowboy und Saurier hat es sich nun ausgespielt. “Toy Story 3″ ist der erste Pixarfilm, der “nur” ganz prima ist, nicht mehr. Und 3D? Das kann man sich sparen. Dagegen ist “Avatar” 4D … mindestens.

Links

Candide (filmrezensionen.de) ist zufrieden, hat aber auch zu bemängeln:

“Toy Story 3 wirkt dennoch oftmals einfallslos, was aber wohl daran liegt, dass man sich über die Jahre einfach satt gesehen hat. Obwohl die neuen Protagonisten viel Potenzial mitbringen, wird meines Erachtens insgesamt zu sehr auf das altbekannte Team fokussiert.”

Dennis (negativ-film.de) ist total begeistert:

“In seiner Gesamtheit betrachtet, übertrifft er seine Vorgänger letztlich bei weitem und schafft es spätestens in seiner starken Schlusszene, nicht nur die Kinder im Publikum anzusprechen, sondern ohne jede Naivität vor allem das Kind in denjenigen Zuschauern zu wecken, die es längst verloren glaubten.”

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Inception: Die Dramaturgie des Traums

Die Üblichen Verdächtigen kommen aus “Inception” und geben 11 von 10 Punkten! Ein Traum von einem Film. Im Podcast reden Sie über ein traumhaftes Drehbuch und ziehen den Hut vor Meister Nolan:

 
 Eine Kathedrale des SF-Kinos [5:54m]: Play Now | Download

(c) Warner Bros 2010

Ja, “Inception” – der Film über einen Traumdieb, der sich seinen eigenen Albträumen stellen muss – ist der große Wurf, das Große Kino im 21. Jahrhundert: klug, schön, aufregend, wirkungsmächtig, ungewöhnlich, einfallsreich, elegant aufgebaut, liebevoll im Detail, handwerklich brillant. Es fällt schwer, nicht euphorisch in Superlativen zu schwelgen: Für den phantastischen Film ist “Inception” ein Meilenstein wie “2001″ und “Blade Runner”.

“True inspiration is impossible to fake.”

Links

Zuallererst die Gebrauchsanleitung zu Inception mit tollen Links bei Gegenschnitt :-)

Molosovsky mit gebremster Euphorie gibt 9 von 10:

“Nach einer mir schon endlos erscheinenden Reihe bestenfalls mittelmäßiger Phantastik-Filme (»Iron Man 2«, »Prince of Persia«, »Clash of the Titans«) liefert »Inception« endlich wieder Gehirnstürm mit Tiefengang.”

Thomas Meier hat mit Henry den Film gesehen – sehr lesenswert:

“Zweieinhalb Stunden Achterbahnfahrt auf vier verschiedenen Traumebenen, eine geballte Ladung krachende Action, eine Liebesgeschichte, die in die hartnäckigsten Irrungen des Unbewussten führt, und eine alles auf den Kopf stellende Wendung am Ende der Geschichte bringen ihn kein bisschen aus der Fassung.”

Wieder einmal sehr gut auf den Punkt gebracht im Bummelkino:

“Nolan hat es also wieder geschafft: „Inception“ ist der perfekte Unterhaltungsfilm, der aufgrund seiner komplexen Geschichte genügend Streitpotenzial für Fanboys und kritische Nörgler bietet. Die Gespräche nach dem Kinobesuch und die wehleidigen Überzeugungsversuche der beiden Lager werden in den kommenden Wochen sicherlich genauso unterhaltsam sein wie dieser gnadenlos spannende Blockbuster.”

Sehr lesenswert die Kritik von Carsten Baumgardt (Filmstarts):

“Die Vollkommenheit dieser Bilder von Nolans Hauskameramann Wally Pfister, gepaart mit Hans Zimmers kongenial unterstützendem Score, ist schlichtweg überwältigend.”

Das Urteil von Judge (In der Zange) fällt euphorisch aus: weiterlesen

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SciFi-Klassiker im Dschungelcamp: “Holt mich hier raus, ich bin ein Predator!”

Die Üblichen Verdächtigen kommen aus “Predators” und haben sich gelangweilt. Im Podcast maulen sie über ausgefallene Tonspuren, dämliche Dialoge, Brodys Muskelbude und überlegen, ob sie nicht besser in “Twilight” gegangen wären:

 
 Im Dschungelcamp [2:47m]: Play Now | Download

© 2010 Twentieth Century Fox

So nicht. Man kann da nicht einfach hingehen und mit dem kleinen “s” im Titel den Eindruck erwecken, man würde für “Predator” das sein, was “Aliens” für “Alien” war. Und dann sich in Personen und Handlungsteilen verzetteln, bis jede Spannung getilgt und jedes Zuschauerinteresse erlahmt ist. Als SF-Fan bin ich gelangweilt, als Predator-Fan bin ich sauer. Das Potential des Franchise ist enorm und die ersten zwei Filme haben ihren Kultstatus durchaus verdient. Der neue, dritte Teil dagegen ist fade und chaotisch. Schade. So nicht.

Links

Flo urteilt überraschend milde:

“Kurzum: der Film hätte besser sein können, schon allein durch Verzicht auf die Figuren von Noland und Edwin. Ansonsten ist Predators jedoch ganz nett ausgefallen. Nicht überragend, nicht im Gedächtnis bleibend, aber auch kein sonderliches Ärgernis.”

Frau Flinkwert hatte wenig erwartet und noch weniger bekommen: weiterlesen

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Filmischer Lichtblick von der dunklen Seite des Mondes

Die Üblichen Verdächtigen kommen aus “Moon” und sind sehr zufrieden. Im Podcast sprechen Sie über den Weltraum-Bonus, die Vorbilder aus der SF-Geschichte, wenig Überraschungen, über angenehm wenig Bohei, einen tollen Schauspieler und über eine Geschichte, die es wert ist erzählt zu werden:

 
 Mond-Klassiker [5:39m]: Play Now | Download

(c) Sony 2009

Hendrik weiß: Moon wird Freunde finden

Arbeiter Sam Bell schiebt die einsamste Schicht im Universum. Als einziger Bewohner einer Energiegewinnungsstation auf der erdabgewandten Seite des Mondes hat er drei Jahre lang keinen Kontakt zu anderen Menschen, mit Ausnahme der Videobotschaften seiner Bosse und seiner Familie. Seine einzige Gesellschaft ist eine künstliche Intelligenz, welche die Anlage wartet, während er im Mondtraktor unterwegs ist, um die von großen Erntemaschinen direkt von der Oberfläche gewonnene kostbare Substanz Helium-3 einzusammeln und mit unbemannten Raketen zur Erde zu schießen. Seine Schicht ist fast zu Ende, als ein Unfall geschieht, den Sam nur knapp überlebt – nur um daraufhin eine Entdeckung zu machen, die alles in Frage stellt, was er je gewusst zu haben glaubt…

Großes „JA!!“: es gibt sie noch: mit geringem Budget gedrehte intelligente SF, die es versteht, eine gute Story gekonnt zu servieren. Nachwuchsregisseur Duncan Jones bekennt sich in seinem Debut offen zu den von ihm dabei zitierten Vorbildern, Genreklassikern wie Lautlos im Weltraum und Outland. Das stört nicht im Geringsten, da es ihm (scheinbar mühelos) gelingt, über diese Anlehnungen hinaus eine eigenständige Story zu entwickeln.

Da er im Unterschied zu vielen seiner Kollegen in Hollywood lediglich ein sehr geringes Budget zur Verfügung hatte, kam er wohl auch schon deswegen nicht in Gefahr, effektgestützte Action versehentlich als Handlungssurrogat anzusehen. Wo sich zunehmend vermehrt die Level-to-Level-Logik aus Computer-Rollenspielen in Drehbüchern verwalzt sieht, weil man in vielen Produktionsfirmen seinen Zuschauern offenbar durchweg ADS unterstellt, hebt sich Moon durch seinen selbstbewusst gemächlich erzählten Plot hervor, der es sogar locker wegsteckt, dass der routinierte SF-Fan die <große Entdeckung> Bells meist schon vorausgeahnt haben wird. Denn die wahre Spannung ergibt sich gar nicht nur aus den äußeren Ereignissen, sondern aus der Entwicklung des Charakters.

Damit hat endlich mal wieder ein hervorragender Hauptdarsteller (Sam Rockwell, deutsche Stimme: Dietmar Wunder) viel Zeit, den persönlichen Konflikt weiterlesen

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“Isch könnte England erobärn mit einem ‘Eer von Köschen!”

Die Üblichen Verdächtigen kommen aus “Robin Hood” mit ausgesprochen gemischten Gefühlen. Im Podcast reden Sie darüber, wie der Film sich in seiner Vorgeplänkelvorgeschichte verheddert, über die englische Geschichte und Geographie als Requisitenkammer, über Oneliner, gute Ansätze, schludrige Umsetzung und über den Schnitt des Drehbuchs:

 
 Männer im Wald [5:58m]: Play Now | Download

Im Kino bin ich ja der Erste, der heult. Besonders, wenn da wieder mal einer für den anderen einsteht – da bin ich nur noch ein Sack Wasser. Bei Robin Hood allerdings blieb das Auge knochentrocken. Das Drehbuch verliert sich zwischen einer nicht zu Ende gedachten modernen politischen Ebene, einer Geschichte von Verrat und Krieg, einer Liebesgeschichte, der Robin-Hood-Legende …

Und Scott ist hier kein Garant für die richtigen Bilder. Ein Beispiel: Die Landung in der Normandie, nein, die Landung der Franzosen an der englischen Küste (sieht nur aus, wie die Landung in der Normandie) – das vergleicht man natürlich mit dem Beginn von “Gladiator”: Und es hält dem Vergleich nicht stand. Vor allem nicht, wenn ***SPOILER*** Lady Marion mit Waisenkindern aufs Schlachtfeld geritten kommt. Uff. Auch knapp daneben ist vorbei.

Links

Christian sieht den Film positiver als wir:

“Dieses Konzept geht durchaus auf, auch wenn die Figurenzeichnungen an sich arg stereotyp geraten, und somit leicht zu durchschauen sind. Was dies angeht, man denke nur an „Königreich der Himmel“, war Ridley Scott auch schon einmal weiter. Charakterlicher Tiefgang darf somit nicht erwartet werden, doch hindert dies den Film nicht daran, über seine mehr als zweistündige Spielzeit, die wie im Flug vergeht, ein überaus gelungener Historienspaß zu sein. Schwächen hat der Film aber immer dann, wenn er sich zu sehr den heutigen Blockbuster-Erfordernissen verschreibt, ohne diese adäquat in die Handlung zu integrieren.“

Arne dagegen spricht im bummelkino von “Etikettenschwindel”: weiterlesen

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“Er geht nur Fleisch holen”

Die Üblichen Verdächtigen kommen aus “Repo Men” und sind positiv überrascht:

 
 Ein Pfund Fleisch ... [5:03m]: Play Now | Download

“Ein Pfund Fleisch, nicht mehr, nicht weniger.”
Kaufmann von Venedig

Manch einer muss erst ein stählernes Herz bekommen, um Gefühle zu entwickeln, erklärt mir Christopher nach dem Film. Und das gehört zu den ernsteren, anspruchsvolleren Elementen dieses Films, der sich auch immer wieder auf die ganz grobe Tour herablässt und blutige, explizite Action bietet. Der Film erzählt davon, wie kranken Menschen künstliche, sehr teure Organe verkauft werden – auf Kredit mit 19 Prozent Zinsen:

“Sie sind es Ihrer Familie schuldig,
sie sind es sich selbst schuldig.”

Und wer seine Raten nicht zahlen kann, wird Opfer der Repossession Men, kurz Repo Men, die als Ersatzteilinkasso das Eigentum der Firma zurückholen. Es ist eine Achterbahnfahrt zwischen kluger Dystopie, lakonischem, schwarzen Humor, Charakteren mit Tiefen und testosteronlastigen Thrillerklischees. Es sind vor allem die Details, die mich überzeugt haben: die Erschaffung einer nahen Zukunft mit sehr geschmacksicherem Produktionsdesign, der subtile Einsatz von Songs und ihren Texten, die neunjährige Chirurgin, der Repossession Mambo, die lebensgroßen Werbeorgane, die Vaginalprothese, Sätze wie “Gib mir die Schürze”, oder “Es ist doch nur eine Niere!”.

Höhepunkt aber ist eine Szene, in der die Helden einen schneeweißen weiterlesen

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Frankensteins Tochter frisch aus dem Genlabor

Die Üblichen Verdächtigen kommen aus Splice und es wäre eine Untertreibung zu sagen, sie wären unterschiedlicher Meinung. Im Podcast geht es daher diesmal ziemlich hoch her:

 
 Splice [8:08m]: Play Now | Download

Filmszene

Ein ambitionierter Film auf jeden Fall. Ein guter Film? Dazu entgleitet dem Film in der zweiten Hälfte zuviel, dafür vertraut er seiner Grundidee nicht genug und setzt am Ende auf einen vorhersehbaren aber unglaubwürdigen Showdown. Das kann einem schon den Spaß an den guten Bildern und Ideen vermiesen. Muss es aber nicht.

Filmszene

Links

Thomas Lenz zieht in seiner ausführlichen Kritik eine positive Bilanz:

“Das geschickte Spiel mit Motiven wie diesen und die beiden über weite Strecken glaubwürdige Hauptfiguren heben „Splice“ weit über die gängigen Grenzen des Genres hinaus. Die zunehmend natürliche Einbindung von Dren, deren Besonderheiten man ebenso rasch wie bedingungslos akzeptiert, lässt zudem nach einer gewissen Zeit fast vergessen, dass man werbetechnisch doch eigentlich einen Creature-Film vom Typus „Species“ versprochen bekommen hat.”

Bastian meint:

“Wenn man jetzt eine Vorab-Prognose wagen darf, dann wird die Mehrzahl der Besucher, die durch den neuesten Trailer angelockt worden sind, den Film spätestens ab der zweiten Hälfte als völlig krank oder durchgeknallt abtun. Und recht haben sie: „Splice“ ist entfesseltes, individuelles Fantasykino mit provakanter Pointe, das trotzdem angenehm zugänglich umgesetzt ist.”

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